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Sonnenuhr
Die Sonne steigt morgens hoch und begeleitet uns den ganzen Tag. Wer sich viel draußen aufhält, kann den Sonnenlauf gut einschätzen und dem erschließt sich oftmals intuitiv die Tageszeit. In der Kleingartenkolonie lässt sich aber eine Sonnenuhr ebenso einfach installieren wie am eigenen Haus. Der feine Unterschied ist die Ausführung. Einige Hausherren legen nämlich am Eigenheim Wert auf imposante Uhrmodelle, die neben der Anzeige der Uhrzeit, auch ein wahrer Schmuck des Hauses sind.
Aber trotz der verschnörkelt und zierlich gemalten Zifferblätter der Sonnenuhr an der Fassade, gibt es wesentlich einfachere Modelle, die genauso exakt die Uhrzeit offenbaren.
Das Grundprinzip der Sonnenuhr ist eine Ausrichtung nach dem Sonnenlauf. Da die Sonne einen festen Lauf hat, so verläuft auch der Schattenwurf eines stehenden Gegenstandes kontinuierlich dem Sonnenlauf folgend. Daher wird eine Sonnenuhr am Zenit der Sonne ausgerichtet und geht damit solange der Zeiger fixiert bleibt korrekt. Daher werden in der Fassade häufig metallene Zeiger direkt verbaut und das Zifferblatt wird nachträglich auf die Fassade gesetzt.
Andere Sonnenuhrtypen werden auf einer Unterlage produziert und entsprechend den Himmelsrichtungen aufgehängt. Der Sonnenlauf lässt sich auch um einen Bodenpfeiler als Fußbodenmosaik legen und wird somit zu einer monumentalen Sonnenuhr. Die Möglichkeiten der Gestaltung einer Sonnenuhr sind enorm, deshalb kann man sagen, dass diese Uhr überall einsatzfähig ist, wo ausrechende Lichtverhältnisse herrschen.
Im schönen Tirol, genauer in Unterperfuß, befindet sich die berühmte Sonnenuhr des Peter Anich, er schuf seinerzeit 1745 eine Sonnenuhr, die neben der Uhrzeit auch den Monat mit angab. Ähnlich diesem Spezialisten im Bau hoch entwickelter Sonnenuhren gab es noch weitere Gerätebauer und Sonnenuhrspezialisten, die sich mit der Entwicklung transportabler Sonnenuhren beschäftigten. Mobile Sonnenuhren mussten mit Lot und Kompass ausgerichtet werden um zu funktionieren.